Alcohol Denat.

Bewertung: sehr schlecht sehr schlecht
INCI-Bezeichnung
ALCOHOL DENAT.
Alternative Namen
Aesculus, Aethanol (vergaellt), Ethylalkohol (vergaellt), Alkohol Denat, Sd Alcohol 40
Herkunft
unterschiedlich
Definition
Ethanol, nach Zollvorschrift vergällt
INCI-Funktion
Lösungsmittel, schaumvermindernd, antimikrobiell, maskierend, viskositätsregelnd
Die INCI-Funktion beschreibt lediglich den Verwendungszweck eines Kosmetik-Inhaltsstoffs. Sie sagt nichts über dessen tatsächliche Wirkung und Hautverträglichkeit aus. Diese und andere Eigenschaften finden Sie nachfolgend.
Eigenschaften
  • Bewertung: sehr schlecht kann Fortpflanzung und Entwicklung schädigen
  • Bewertung: sehr schlecht kann in den Hormonhaushalt eingreifen
  • Bewertung: schlecht schwer abbaubar
  • Bewertung: schlecht kann den Hautschutzmechanismus beeinflussen
  • Bewertung: durchschnittlich unterdrückt die Schaumbildung während der Herstellung oder die Neigung von Fertigprodukten zur Schaumbildung
  • Bewertung: durchschnittlich verringert die Aktivität von Mikroorganismen auf der Haut
  • Bewertung: durchschnittlich verringert oder hemmt den Grundgeruch oder -geschmack des Produkts
  • Bewertung: durchschnittlich erhöht oder verringert die Viskosität kosmetischer Mittel
  • Bewertung: durchschnittlich löst andere Stoffe auf
CAS-Nr.
EINECS/EILINCS-Nr.

Studien, Fachliteratur und Stellungnahmen zu Alcohol Denat.

  • Wikipedia

    Grundsätzlich unterliegt Ethanol in Deutschland der Branntweinsteuer. Diese beträgt derzeit € 13,03 / Liter reinem Alkohol und wird in Deutschland von der Zollverwaltung beim Hersteller erhoben. Die Verwendung von Ethanol ist für technische Zwecke (Druckerei, Lackherstellung, Reinigungsmittelproduktion, Kosmetik etc.) und als Brennspiritus steuerfrei möglich. Um zu verhindern, dass dieser Ethanol ohne Entrichtung dieser Steuer als Genussmittel getrunken oder diesen beigefügt wird, wird unversteuerter Alkohol unter Zollaufsicht vergällt. Vergällung bedeutet, dass Ethanol mit anderen Chemikalien, wie z. B. MEK (Methyl-Ethyl-Keton = 2-Butanon, mit zwei weiteren branntweinsteuerrechtlich vorgeschriebenen Markierungskomponenten), Petrolether, Cyclohexan, Phthalsäurediethylester (Diethylphthalat) oder ähnlichem versetzt wird, um es für den menschlichen Genuss unbrauchbar zu machen.

  • Kursbuch Kosmetik, Seite 128

    Die INCI-Bezeichnung Alcohol steht für Ethanol. Auf Ethanol und Trinkalkohole, die daraus hergestellte werden können, wird jedoch eine Alkoholsteuer erhoben. Er ist darum um einiges teuerer als vergällter Alkohol. Die Bezeichnung Alkohol denat. steht für denaturierten (vergällter) Alkohol. Er wurde durch schlecht schmeckende, riechende oder schwer abtrennbare Substanzen ungenießbar gemacht. Wie denaturierter Alkohol zu bewerten ist, hängt vom Vergällungsmittel ab, dass aus der INCI-Deklaration jedoch nicht hervor geht.

  • Wörterbuch der Kosmetik, Seite 11

    Kosmetischer und medizinischer, Steuerbegünstigter Alkohol. Mittels Phthalsäurediethylester für den Genuss unbrauchbar gemachter Primasprit. Bitterer Geschmack.

  • Springer Lexikon Kosmetik, Seite 581

    Vergällen auch denaturieren. Das Ungeniessbar machen von Genussmitteln durch schwer zu entfernende Zusätze, z.B. Alkohol durch Pyridin, Holzgeist u.a.

    Vergällungsmittel = Denaturierungsmittel werden meist kosmetischen Produkten zugesetzt, die Ethanol enthalten, um sie ungeniessbar zu machen.

  • Kosmetik-Inhaltsstoffe A-Z, Seite 114

    Seit geraumer Zeit stehen die vornehmlich als Weichmacher eingesetzten Phthalate im Verdacht, mit der Zunahme von Unfruchtbarkeit vor allem bei Männern in Verbindung zu stehen. Diese Stoffe sind stark verbreitet und gelten als höchst gesundheitsgefährdend, weil sie in den Hormonhaushalt des Menschen eingreifen und die Fortpflanzung und Entwicklung schädigen. Im Zusammenhang mit der Phthalatbelastung wird auch die Zunahme von Hodenkrebsfällen und Missbildungen der männlichen Geschlechtsorgane diskutiert. Bislang ungeklärt ist die Frage, in welchem Umfang Phthalate in den menschlichen Körper gelangen. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass diese Mengen, vor allem auch bei Kindern, weitaus größer sind als bisher vermutet. Durch führende Wissenschaftler und internationale Expertenkommissionen gut belegt ist die Tatsache, dass die Phthalataufnahme in Verbindung mit dem seit Jahrzehnten beobachteten Rückgang der Spermienzahlen und damit der männlichen Fruchtbarkeit zu sehen ist.

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