Dimethicone Copolyol

Bewertung: schlecht schlecht
INCI-Bezeichnung
DIMETHICONE COPOLYOL
Alternative Namen
Dimeticon, Dimethylpolysiloxan, Dimeticon-Copolyol, E 900, Methylpolysiloxan, Poly(dimethylsiloxan), Polysilane, Siliconöl, Silol
Herkunft
chemisch, synthetisch
Definition
Dimethylsiloxane und -silicone, endend mit einer Hydroxygruppe, ethoxyliert, propoxyliert
INCI-Funktion
antistatisch, geschmeidig machend, schaumvermindernd
Die INCI-Funktion beschreibt lediglich den Verwendungszweck eines Kosmetik-Inhaltsstoffs. Sie sagt nichts über dessen tatsächliche Wirkung und Hautverträglichkeit aus. Diese und andere Eigenschaften finden Sie nachfolgend.
Eigenschaften
  • Bewertung: schlecht Mikroplastik
  • Bewertung: schlecht Mikroplastik
  • Bewertung: schlecht hautirritierend
  • Bewertung: schlecht kann Haut durchlässiger machen und dadurch Schadstoffe einschleusen
  • Bewertung: schlecht umweltbelastend
  • Bewertung: durchschnittlich verringert die statische Elektrizität, indem die elektrische Aufladung an der Oberfläche neutralisiert wird
  • Bewertung: durchschnittlich gutes Spreitvermögen
  • Bewertung: durchschnittlich unterdrückt die Schaumbildung während der Herstellung oder die Neigung von Fertigprodukten zur Schaumbildung
  • Bewertung: durchschnittlich temperaturbeständig
  • Bewertung: gut macht die Haut geschmeidig und glättet sie
  • Bewertung: gut hautverträglich
CAS-Nr.
64365-23-7
EINECS/EILINCS-Nr.

Studien, Fachliteratur und Stellungnahmen zu Dimethicone Copolyol

  • Wikipedia

    Silikonöle oder auch Syntheseöle basieren auf halborganischen Polymeren und Copolymeren aus Silizium-Sauerstoff-Einheiten und organischen Seitenketten. Sie sind relativ unempfindlich gegenüber Oxidation, Wärme und anderen Einflüssen. Neben der Verwendung als Schmierstoffe in der Industrie finden sie auch in Körperpflegeprodukten oder speziellen industriellen Anwendungen (z.B. der Entschäumung) Verwendung.

  • Kosmetik-Inhaltsstoffe A-Z

    Silikone sind umwelt- und hautbelastend. Deshalb sind auch die 25 weiteren Kosmetik-Zusatzstoffe in Zusammensetzung mit Dimethicone von Dimethicone Copololyol bis Dimethicone/Sodium PG-Propyldimethicone Thiosulfate Copolymer abzulehnen. Sie werden als Ölersatz, Feuchtigkeitsspender, Entschäumer und für Haarspülungen eingesetzt. Das gilt auch für Zusammensetzungen mit Dimethiconol, die ebenfalls auf Silikonbasis beruhen.

  • Kursbuch Kosmetik, Seite 41

    Sie sind ausgesprochen umweltbelastend, weil biologisch kaum abbaubar. Darum sollte ihre Verwendung begrenzt bleiben.

  • Wörterbuch der Kosmetik, Seite 259

    Silikone sind oberflächenaktiv, zeigen gutes Spreitvermögen, sind in einem breiten Temperaturbereich beständig, chemisch stabil, hervorragend hautverträglich. Ihre Filme sind gasdurchlässig, d. h. sie behindern nicht die Hautatmung und die Wasserverdunstung.

  • Kosmetik-Inhaltsstoffe A-Z, Seite 169

    Polyethylenglycol (PEG) und Polypropylenglycol (PPG) sind in Kosmetika nicht nur wegen ihrer hautirritierenden Eigenschaften umstritten, sondern auch, weil sie aus giftigen krebserregenden Ausgangsstoffen und Erdölderivaten wie Ethylenoxid (Ethenoxid) gewonnen werden, die Kampfgase bilden können (siehe auch “Natrium-Lauryl-Sulfat”). In diese Gruppe gehören auch die Cetearethe, zum Beispiel Ceteareth-20, Ceteth und Cetoleth, PEG Ceteth und PPG Ceteth. Polyethylenglycol und PEG-Derivate können die Haut durchlässiger machen und Schadstoffe in den Körper einschleusen. Kritisch beurteilt wird vor allem die so genannte Ethoxilierung, bei der Polyethylenglycolgruppen chemisch an Alkohole wie Glycerin geheftet werden. PEG’s werden dadurch wasserlöslich und wasserdispergierbar, gelten jedoch als wenig hautverträglich. Bei der Ethoxilierung werden aus hydrophoben (wasserunlöslichen) Stoffen durch die Anlagerung hydrophiler (wasserlöslicher) Polyethylenoxidketten Emulgatoren hergestellt. Die Naturkosmetika lehnt alle ethoxilierten Tenside und Waschgrundstoffe ab. Es gibt natürliche Emulgatoren wie Lecithin, die gesundheits- und umweltverträglicher als PEG und PPG und deren Derivate sind. So bilden beispielsweise der Aminozucker Glucamine, Lauroyl Sakosinat und Lauryl Glucoside, Tenside auf Kohlenhydratbasis mit gut hautpflegende Eigenschaften, die dazu noch biologisch abbaubar sind.

  • Kursbuch Kosmetik, Seite 120

    Auch wenn die angewendeten Verfahren sicherstellen, dass ein kosmetischer Inhaltsstoff entsteht, der sauber und nicht mehr gefährlich ist – Kampfstoffe als Ausgangsprodukte für einen kosmetischen Stoff und harte chemische Verfahren wie die Ethoxilierungen sind eine hochexplosive Angelegenheit, die nur unter Beachtung strenger Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt werden dürfen.

  • Wörterbuch der Kosmetik, Seite 226

    Als wasserlösliche, nichtfettende Substanzen sind Polyethylenglykole für viele kosmetische Zwecke geeignet. Die flüssigen PEG dienen als Glycerolersatz in Gesichts-, Rasier- und Haarwässern, als Lösungsmittel und Lösungsvermittler für Wirkstoffe, Parfümöle und Farbstoffe, als Feuchthaltemittel, die höheren PEG als Grundlage für Cremes und Salben, als Konsistenzregler, Bindemittel, für Haarkuren, als Weichmacher und Fixateure, die Polywachse vor allem für Stifte.

  • Kosmetik Lexikon, Seite 144

    Dünnflüssiges, auf der Haut leicht verteilbares Lipid, das ein glattes und seidiges Hautgefühl hinterlässt. Sehr gut hautverträglich. Gut löslich in Alkohol. In Emulsionen bewirkt Silikonöl eine gute Verteilbarkeit und verhindert das “Weißeln” (Schäumen) beim Auftragen auf die Haut.

  • Springer Lexikon Kosmetik, Seite 159

    Silikonöl. Antischaummittel, Emolliens. Nicht empfehlenswert. Schwer abbaubar.

  • Wikipedia

    PEG in Kosmetik

    Polyethylenglycole können in folgenden kosmetischen Präparationen verwendet werden: Cremes und Lotionen, Parfüms, Deodorants, Insekten-Abwehrmittel, Lippenstifte, Zahnpasten, Haarpflegemittel, Zahnreinigungstabletten, Badezusätze, Lubrastrips Polyethylenglycol wird in der Liste der Inhaltsstoffe meist mit einer Zahl aufgeführt (beispielsweise PEG-8 in Autan).

    In Kosmetika wirkt PEG penetrationsfördernd, das heißt die Haut wird durchlässiger für Wirkstoffe, aber ebenso auch für mögliche Giftstoffe, die somit leichter in den Körper eindringen können. Deshalb wird die Verwendung in Kosmetika noch immer kontrovers diskutiert.

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