Parabene

Bewertung: sehr schlecht sehr schlecht
INCI-Bezeichnung
Alternative Namen
Parabene, Para-Hydroxybenzoesäureester, PHB-Ester
Herkunft
chemisch
Definition
Gruppe von Konservierungsmittel
INCI-Funktion
Konservierungsstoff
Die INCI-Funktion beschreibt lediglich den Verwendungszweck eines Kosmetik-Inhaltsstoffs. Sie sagt nichts über dessen tatsächliche Wirkung und Hautverträglichkeit aus. Diese und andere Eigenschaften finden Sie nachfolgend.
Eigenschaften
  • Bewertung: sehr schlecht behindert Enzymaktivitäten in der Haut und im Körper
  • Bewertung: sehr schlecht ist als Rückstand in Brustkrebstumoren nachgewiesen
  • Bewertung: sehr schlecht kann hormonaktiv wirken
  • Bewertung: schlecht durchdringen die Hornschicht
  • Bewertung: schlecht kann Kreuzallergie auslösen
  • Bewertung: schlecht gehört zu den 20 häufigsten Allergieauslösern
  • Bewertung: gut antimikrobiell
CAS-Nr.
EINECS/EILINCS-Nr.

Studien, Fachliteratur und Stellungnahmen zu Parabene

  • Wikipedia

    Parabene sind Ester der para-Hydroxybenzoesäure (kurz PHB-Ester). Sie verfügen über eine gute antimikrobielle und fungizide Wirkung und werden daher in der pharmazeutischen Industrie, in Kosmetika sowie in bestimmten Lebensmitteln häufig als Konservierungsmittel eingesetzt.

    Neben der erwünschten konservierenden Eigenschaft im Produkt haben Parabene einen deutlichen Nachteil: die Konservierungseigenschaft wird auch noch dann fortgesetzt, wenn das Produkt auf die Haut aufgetragen, von dieser aufgenommen, mit dem Blut im Körper verteilt und in den Hauptorganen gelagert worden ist. Jegliche Enzymaktivität, die in kosmetischen Pflegeprodukten stattfinden soll wird so verhindert.

    Die Konservierungskraft ist so stark, dass sie im menschlichen Körper weiterhin wirkt und hier die normale Enzymaktivität behindert, was zu Problemen führen kann, da jeder Lebensprozess auf Enzymaktivität beruht. An Krebstumoren durchgeführte Autopsien haben Rückstände von Methyl-, Ethyl- und Propylparabenen ergeben: Die einzige Möglichkeit, wie diese Stoffe in den Körper gelangen konnten, ist das äußerliche Auftragen von Pflegeprodukten und Kosmetika.

    Und Parabene stehen in Verdacht, Allergien auszulösen.

  • Springer Lexikon Kosmetik, Seite 304

    Konservierungsmittel (wirken hauptsächlich gegen Hefe- und Schimmelpilz). Allergien gegen PHB-Ester möglich.

  • Enzyklopädie der Dermatologie, Seite 134

    Sammelbegriff für die verschiedenen Parabene wie Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben, Butylparaben. Gehören alle zu den 20 häufigsten Allergieauslösern.

  • Studie Universität Reading

    Die englische Universität Reading hat Anfang 2004 in 18 von 20 Brustkrebstumoren Parabene gefunden.

  • Dermatologie MLP Duale Reihe, Seite 133

    Stoffe müssen untereinander in Beziehung gesetzt werden, da aufgrund ihrer chemisch gleichen Eigenschaften innerhalb einer Gruppe (Gruppenallergie) oder mit chemisch unterschiedlichen Strukturen (Kreuzallergie) miteinander reagieren können.

  • Europäische Kommission

    Zu den gängigen Konservierungsmitteln in Kosmetika gehören Parabene. Diese werden den Produkten beigemischt, um etwa das Wachstum von Bakterien oder Pilzen in Kosmetika zu verhindern. Allerdings gehören Parabene zu den chemischen Stoffen, die hormonell ähnlich wirksam sind, das heißt, sie können sich im Körper wie eigene Hormone aufführen und somit hormongesteuerte Prozesse durcheinanderbringen. Parabene stehen in Verdacht, hormonbedingte Krebsarten wie Brust- oder Hodenkrebs zu fördern. Zudem glauben einige Forscher, die verfrühte Pubertät bei Kindern sei auf Parabene zurückzuführen. Seit Oktober 2014 hat die EU-Kommission fünf Parabene in Kosmetika verboten. Dies sind einige Parabene, zu denen es kaum Sicherheitsdaten gibt. Allerdings handelt es sich bei den verbotenen Vertretern um Parabene, die seltener auftauchen.

    Isopropylparaben, Isobutylparaben, Phenylparaben, Pentylparaben, Benzylparaben, Isobutylparaben (Salze).

    Eu justiert nach

    Was die oft verwendeten Parabene Propylparabene und Butylparabene betrifft, diese bleiben weiterhin erlaubt, es gelten jedoch neue Höchstmengen: Kommen diese beiden Parabene einem Produkt vor, so liegt die Höchstkonzentration bei o,14 Prozent. Für Babyprodukte für den Windelbereich dürfen diese beiden Parabene nicht mehr verwendet werden.

    Die neuen Regelungen gelten ab April 2015.

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