Parfum

Bewertung: schlecht schlecht
INCI-Bezeichnung
Parfum
Alternative Namen
Parfüm, Fragrance, Duftstoffmix, Duftstoff, Parfum (Fragrance), Perfume, Parfum (Essential Oils), Fragrance (Parfum), Fragance, Aroma (Fragrance), Parfum (Natural Essential Oils), Fragrance Oil, Natural Essential Oils, From Natural Essential Oils, Essential Oils, Parfum, Fragance (Parfum), Parfum / Fragrance, Parfum/Fragrance, Profumo, Aroma [Fragrance], Parfum (Reine Ätherische Öle Inkl. Limonene, Linalool, Geraniol), Parfum**, Natural Fragrance, Fragrance (Parfum)**
Herkunft
unterschiedlich
Definition
Parfüms und Aromastoffe sowie deren Rohstoffe. Ohne die separat deklarationspflichtigen s. g. 26er, natürlichen Extrakte wie Linalool, Geraniol, Limonene, Citral usw.
INCI-Funktion
maskierend, deodorierend, parfümierend
Die INCI-Funktion beschreibt lediglich den Verwendungszweck eines Kosmetik-Inhaltsstoffs. Sie sagt nichts über dessen tatsächliche Wirkung und Hautverträglichkeit aus. Diese und andere Eigenschaften finden Sie nachfolgend.
Eigenschaften
  • Bewertung: schlecht hautreizend
  • Bewertung: schlecht kann zu photoallergischen Reaktionen kommen
  • Bewertung: schlecht Parfum gehört zu den 20 häufigsten Allergieauslösern
  • Bewertung: gut verringert oder maskiert unangenehmen Körpergeruch
  • Bewertung: gut verringert oder hemmt den Grundgeruch oder -geschmack des Produkts
CAS-Nr.
EINECS/EILINCS-Nr.

Studien, Fachliteratur und Stellungnahmen zu Parfum

  • Enzyklopädie der Dermatologie, Seite 134

    Parfüm gehört zu den 20 häufigsten Allergieauslösern.

  • Kursbuch Kosmetik , Seite 106

    Wer sich trocken rasiert und täglich ein Rasierwasser benutzt, geht ein zwei- bis dreifach höheres Allergierisiko ein als der Nassrasierer, der weniger mit Rasierwasserduftstoffen in Berührung kommt. In allen Untersuchungen zu Hautallergien, ob in den Niederlanden, den USA oder Deutschland erstellt, stehen Duftstoffe an erster oder zweiter Stelle – Tendenz steigend. Der Grund wird darin vermutet, dass wir mit zu viel parfümierten Produkten in Kontakt kommen. Vor allem bei Frauen, die nicht nur viele Kosmetika benutzen, sondern auch im Haushalt mit parfümierten Reinigungs- und Waschmitteln in Berührung kommen, nimmt die Empfindlichkeit zu.

  • Dermatologische und medizinische Kosmetik, Seite 97

    Phototoxische Reaktionen. Werden Medikamente oder Kosmetika auf die Haut aufgebracht oder eingenommen, welche phototoxische Stoffe enthalten und geht der Anwender anschliessend in die Sonne, können auch bei geringer Sonnenbestrahlung entzündliche Reaktionen an der Haut auftreten. Phototoxisch sind z.B. Tetrazykline, Parfümöle, Konservierungsstoffe, Farbstoffe.

    Photoallergische Reaktionen. Sie treten auf, wenn eine spezifische Sensibilisierung gegen den betreffenden Stoff erworben wurde und Sonne auf die haut kommt, bzw. wenn durch die Sonnenbestrahlung der Stoff so verändert wurde, das der Organismus allergisch reagiert.

  • Körperpflegekunde und Kosmetik, Seite 293

    Parfümzusätze gelten bei Hautallergien, sensibler Haut, Rosacea, Neurodermitis, Psoriasis, Problem-, Baby- und Kinderhaut als nachteilig.

  • Deutscher Allergie-und Asthmabund e.V.

    Duftstoffallergie

    Düfte sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken. In Parfüms und Alltagsprodukten wie Kosmetika, Reinigungsmitteln, Waschmitteln, Weichspülern kommen sowohl natürliche Essenzen und Öle als auch synthetische Duftstoffe zum Einsatz.

    Auch Innenräume werden beduftet, um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Doch Duftstoffe haben nicht nur angenehme Seiten, sie können auch gesundheitliche Beschwerden auslösen.

    Die Unverträglichkeit auf Duftstoffe äußert sich als Kontaktallergie in Form eines allergischen Kontaktekzems. In Deutschland sind circa 15-20 Prozent der Bevölkerung betroffen. Duftstoffe sind nach Nickel (15 Prozent) die zweithäufigsten Auslöser von Kontaktallergien.

    Diagnostik der Duftstoffallergie

    Dem Allergologen stehen für den Epikutantest derzeit zwei Testmischungen zur Verfügung: Duftstoff-Mix I und Duftstoff-Mix-II. Der überwiegende Anteil der positiven Befunde wird durch Isoeugenol und Eichenmoos hervorgerufen. Seit Frühjahr 2007 können auch alle 26 kennzeichnungspflichtigen, Allergie auslösenden Duftstoffe einzeln getestet werden. Damit wird die Suche nach dem Auslöser etwas erleichtert, aber nicht unbedingt einfacher, zumal die Duftstoffkompositionen in einem Produkt in der Regel aus mehreren Einzelbestandteilen mit unterschiedlich ausgeprägtem Allergiepotential und in unterschiedlichen Konzentrationen bestehen.

    Duftstoffe vermeiden

    Eigentlich müssen Duftstoff-Allergiker nur den für sie relevanten Duftstoff meiden. Das ist trotz der Deklarationspflicht für Kosmetika nicht einfach. Denn auf der Verpackung finden die Verbraucher/innen lediglich die Sammelbezeichnungen „Parfum“, „Fragrance“, „Aroma“ oder „Flavour“, die nur Hinweis auf den Zusatz von Duftstoffen sind. Die Zusammensetzung und die Gehalte der Einzelbestandteile werden nicht deklariert – mit Ausnahme von den 26 Duftstoffen, die durch ein hohes Allergiepotential aufgefallen sind. Sie werden mit ihrem INCI-Namen auf der Produktverpackung einzeln genannt. Die Kosmetikrichtlinie schreibt hier eine Deklarationspflicht vor, wenn die Konzentration der bedenklichen Duftstoffe in Produkten, die nicht auf der Haut verbleiben (z.B. Duschgele, Shampoos) mehr als 0,01% beträgt bzw. in Produkten, die auf der Haut verbleiben (z.B. Lotionen, Make-up, Sonnencremes, Deos) über 0,001% liegt.

  • Allergie, Umwelt und Gesundheit

    Deklarationspflicht

    Schätzungsweise 1 bis 3 % der Europäer leiden zurzeit unter allergischen Reaktionen auf Duftstoffe. Aus diesem Grund müssen Duftstoffe deklariert werden, wenn mindestens 0,001% des Stoffs in einem Produkt enthalten ist, welches auf der Haut verbleibt („Leave-on“-Produkt). Für Kosmetika, die abgespült werden („Rinse-off“-Produkte) gilt ein Schwellenwert von 0,01% (IKW – Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V., 2004).

    Im Allgemeinen werden Duftstoffe mit den Sammelbezeichnungen „Parfum“, „Fragrance“, „Aroma“ oder „Flavour“ gekennzeichnet.

    Eine Ausnahme bilden 26 Duftstoffe mit besonders hohem Allergiepotential. Sie müssen auf der Verpackung einzeln aufgeführt werden. Üblicherweise wird der INCI-Name (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients) angegeben. Die Angabe dieser Duftstoffe ermöglicht es sowohl Ärzten als auch Betroffenen Stoffe mit Allergiepotenzial zu identifizieren und zu meiden.

    In den letzten Jahren identifizierten Fachleute weitere 30 Chemikalien sowie 26 natürliche Extrakte, die Kontaktallergien auslösen können, und empfahlen hierfür Grenzwerte. Bei Einhaltung dieser Grenzwerte wird davon ausgegangen, dass Allergiker keine Reaktion auf Kosmetika mit den o.g. Inhaltsstoffen zeigen und Nicht-Allergiker vor der Entwicklung einer Allergie geschützt werden. Ob und wie die bisher geltenden Grenzwerte auf europäischer Ebene neu geregelt werden und die vor kurzem identifizierten Duftstoffe in die Liste deklarationspflichtiger Duftstoffe aufgenommen werden, wird zurzeit in einer EU-Kommission geprüft.

  • Körperpflegekunde und Kosmetik, Seite 4

    Riech- oder Aromastoffe benötigen nur die Angabe “Parfum”, “Parfüm” oder “Aroma”, mit Ausnahme der in Anlage 2 Teil A Nr. 67-92 angegebenen Substanzen. Übersteigen diese in Kosmetika eine Konzentration von 0,001 % und bei mitteln, die ausgespült werden, eine Konzentration von 0,01 % müssen sie namentlich deklariert werden.

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